Als Dysgrammatismus bezeichnet man eine Sprachstörung, bei der das Kind nicht in der Lage ist, die Regeln der Wort- und Satzlehre (Grammatik) richtig anzuwenden. Das Kind spricht Wortendungen falsch und verdreht die Wortstellung im Satz.
So wird z. B. aus dem Satz: "Gestern habe ich den Kuchen gebacken."
beim Dysgrammatiker z.B.: "Gestern Kuchen ich backen."
Artikelfehlnutzungen (der, die und das) gehören nicht zum Dysgrammatismus.
Als Ursachen liegen oft Wahrnehmungsschwächen vor. Damit sich ein Kind z. B. auf einen Gegenstand und/oder Gesprächspartner konzentrieren kann, muss die visuelle Wahrnehmung entsprechend entwickelt sein.
Ohne eine entsprechende Hörwahrnehmung können die sprachlichen Äußerungen eines Spielpartners nicht bestimmten Handlungen oder Ereignissen zugeordnet werden.