F.O.T.T. ®
(Facio-Oral-Trakt-Therapie)
Die Befunderhebung und Therapie des facio-oralen-Traktes wird z.B. bei Patienten mit Schluckstörungen und Facialisparesen angewandt. Sie findet jedoch auch bei vielen weiteren neurogenen Störungen wie z.B. der Aphasietherapie Verwendung und basiert auf dem Bobath-Konzept.
Bei welchen Störungen kann man F.O.T.T.® anwenden?
Z.B. bei Hirninfarkt, Multiple Sklerose, M. Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz, Wachkoma, Facialisparese und Dysphagie
Welche Ziele gibt es in der F.O.T.T.®?
Anbahnung und/oder Verbesserung der
1. oralen Ernähung
2. Mundhygiene
3. Nonverbale Kommunikation (Mimik)
4. Stimme Sprechen und Atmung
Wie werden diese Ziele erreicht?
Zunächst wird die Muskelspannung für den Patienten, durch diverse Lagerungsmöglichkeiten, angenehm reguliert sodass der Patient eine ausgeglichene Muskelspannung erfahren kann, statt z.B. auf einer Körperhälfte sehr verspannt zu sein und auf der anderen dafür zu entspannt. Diese Spannungsregulation führt meist schon dazu, dass sich die pathologischen Bewegungsmuster der Patienten (wie z.B. das Zusammenpressen des Kiefers) verringern. Anschließend kann an den jeweiligen Zielbereichen gearbeitet werden. Durch die Anbahnung der alltäglichen Handlungen aus den einzelnen Zielbereichen wird die Lebensqualität des Patienten deutlich gesteigert.
Beispiel: Wird die orale Ernährung oder auch die Mundhygiene angebahnt, so wird zunächst eine gute Lagerung des Patienten vorgenommen um seine Muskelspannung möglichst vorteilhaft auszugleichen. Anschließend wird durch verschiedene Techniken die Spannung im Mundbereich entweder erhöht oder vermindert um anschließend alltägliche Handlungen wie Kauen oder Zähneputzen zu üben, zu denen der Patient alleine nicht mehr in der Lage ist.