Praxis für Logopädie
und Ergotherapie
Shirley Büttgen
Königstraße 1, 47798 Krefeld
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Spezielle Behandlung bei Larynektomie (Kehrlkopfentfernung)

Im Rahmen einer Krebsbehandlung, seltener infolge eines Traumas, kann es notwendig sein, den Kehlkopf operativ zu entfernen. Der Patient wird dadurch stimmlos. Es gibt 3 verschiedene Therapiemöglichkeiten. Nach der Kehlkopfentfernung atmet der Patient nicht mehr durch Mund und Nase, sondern durch eine Öffnung am unteren Hals, die Tracheostoma genannt wird. Eine Verbindung zwischen der Lunge und dem Mund, bzw. der Nase gibt es nicht mehr.

Die drei Therapiemöglichkeiten sind:
 

  • Die Oesophagus-Ersatzstimme
  • Sprechen über eine Sprechkanüle
  • Sprechen mit Hilfe eines Elektrolarynx ("elektrischer Kehlkopf")
     

Nach dem Anbahnen der Ersatzstimme sind die Patienten oft sehr schüchtern, was den Gebrauch der Ersatzstimme im Alltag betrifft. In der Hauptsache befürchten die Patienten negative Reaktionen auf ihre ungewöhnliche Stimme. Zum Teil können diese Sorgen durch die Hilfe des Logopäden vermindert werden, indem der Logopäde gemeinsam mit dem Patienten unter die Leute geht und selbst mit der Ersatzstimme spricht, so dass der Patient zunächst nur zusehen kann und die meist doch freundlichen und höflichen Reaktionen der Mitmenschen aus sicherer Entfernung erleben kann. Auf diese Weise ermutigt, wenden die meisten Patienten die "neue Stimme" auch erfolgreich im Alltag an.