Stimmhygiene: Einige Ratschläge zur Vorbeugung von Stimmproblemen
Stimmstörungen stellen eine Beeinträchtigung der Stimmbildung dar. Merkmal ist ein rauer, verhauchter oder gepresster Stimmklang, infolge eines fehlerhaften Stimmgebungsmuster (funktionelle Dysphonie) oder organischer Schädigung im Kehlbereich (Lähmungen, Verletzungen, Knötchen und ähnliches.
In der logopädischen Praxis und Therapie gilt es, Verspannungen vor allem im Nacken- und Kehlbereich, aber auch der Artikulationsmuskulatur durch Entspannungs- und Lockerungsübungen abzubauen. Bei zu entspannter Muskulatur wird Spannung aufgebaut. Gleichzeitig werden die Ursachen für die muskulären Fehlspannungen gesucht (z.B. Haltungsfehler, psychische Probleme, Überkompensation bei stimmlichen Ermüdungserscheinungen).
Der Patient erlernt ein Bewusstsein für eigentlich unbemerkt ablaufende Körperfunktionen wie die des Zwerchfells beim Atmen und dem glottischen Druck (Stimmbandmuskulatur) bei der Stimmgebung und erlernt, die Leistungsfähigkeit seiner Stimme zu verbessern, sie aber auch nicht zu überlasten.